Hervorragendes Ergebnis stärkt die Zukunftsfähigkeit

Volksbank Baden-Baden/Rastatt: Überdurchschnittlich bei Anlagen und Krediten gewachsen

Pressemitteilung zur Bilanz-Pressekonferenz am 8. April 2016

Baden-Baden – Die Volksbank Baden-Baden/Rastatt schaut auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2015 zurück: Bei der Bilanzsumme hat die größte Volksbank der Region um 7,7 Prozent zugelegt und die Marke von zwei Milliarden Euro übersprungen. Dank weiter hinzugewonnener Marktanteile entwickelten sich sowohl die Kundenanlagen als auch das Kreditgeschäft sehr positiv. Das betreute Kundenvolumen stieg um 7,4 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro. „Noch nie in der Geschichte der Volksbank haben die Kunden so intensiv mit der Volksbank zusammengearbeitet wie im vergangenen Jahr“, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Pörings. Auch die Ertragslage stellt sich sehr erfreulich dar: Mit 20,5 Millionen Euro verbucht die Volksbank ein hervorragendes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Ein Ergebnis, das die Bank insbesondere für die weitere Stärkung der Bank nutzen will: 19,8 Millionen Euro sollen dem Kernkapital zugeführt werden, das dann mehr als 171 Millionen Euro beträgt. 1,46 Millionen Euro will die Volksbank über eine Dividende in Höhe von vier Prozent an die Mitglieder ausschütten.

Vorstand der Volksbank

„Es ist unser Anspruch, in all unseren Dienstleistungen und Produkten Markführer zu sein. Denn wir sind der festen Überzeugung, dass auf lange Sicht nur diejenigen Banken am Markt bestehen können, die kompromisslos auf Qualität setzen und uneingeschränkt im Interesse ihrer Kunden denken und handeln“, betont Pörings. Diese seit vielen Jahren praktizierte Geschäftspolitik sei Grundlage für den heutigen Erfolg und die Voraussetzung dafür, dass die Bank auch in Zukunft erfolgreich sein könne. „Die Menschen in der Region honorieren diesen Ansatz und bauen ihre Geschäftsbeziehungen mit uns aus“, berichtet Pörings und ergänzt: „Verbunden mit der Tatsache, dass wir auch neue Kunden hinzugewinnen und vermehrt Großprojekte als Finanzpartner begleiten, beschert uns das lebhafte Kundengeschäft größere Marktanteile.“ Der hohe Zuwachs im betreuten Kundenvolumen um 245 Millionen Euro drücke dies eindrucksvoll aus. 

Auf der Kreditseite ist die Bank weit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt gewachsen: Die bilanziellen Kundenkredite sind um 86 Millionen Euro auf knapp 1,09 Milliarden Euro angestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von 8,5 Prozent. „Die gute wirtschaftliche Lage und die niedrigen Zinsen sorgen für eine rege Kreditnachfrage sowohl bei unseren Privatkunden als auch im gewerblichen Bereich“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. 223 Millionen Euro an neuen Darlehen im Bereich Wohnbaufinanzierung sind Ausdruck des anhaltenden Wunsches vieler Menschen, eine eigene Immobilie zu erwerben oder in energetische Maßnahmen zu investieren. Dies beweist auch ein Blick auf die Volksbank-Tochter actionade, die im zurückliegenden Jahr Objekte im Wert von rund 18 Millionen Euro vermittelt hat. Auch die Kreditvergabe an hiesige Unternehmen hat sich in 2015 gut entwickelt: Firmen und Gewerbetreibende haben neue Kredite in Höhe von 399 Millionen Euro abgerufen. Insgesamt verbucht die Volksbank Darlehensneuzusagen von 656 Millionen Euro (Vorjahr: 440 Millionen Euro).

Auch auf der Einlageseite hat die Volksbank überdurchschnittlich zugelegt: Kundengelder in Höhe von 2,31 Milliarden Euro verwaltet die Genossenschaftsbank – ein Anstieg beim betreuten Kundenanlagevolumen von 160 Millionen Euro oder 7,5 Prozent. Neben kurzfristigen Einlagen waren Kundenanlagen in Wertpapiere Hauptreiber des Wachstums. Der Wertpapierumsatz in 2015 erhöhte sich um 21 Prozent auf 292 Millionen Euro. Die Bestände in den Wertpapier-Depots der Volksbank-Kunden stiegen um 8,2 Prozent auf 605 Millionen Euro. Auch in Lebensversicherungen haben die Volksbank-Kunden verstärkt investiert: In 2015 wurden Neuverträge mit einem Volumen in Höhe von rund 26 Millionen Euro abgeschlossen. „Angesichts der niedrigen Zinsen sehen wir es als eine große Aufgabe unserer genossenschaftlichen Beratung an, unseren Kunden Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie langfristig eine Rendite erzielen können, um der kalten Progression zu entgehen“, erklärt Pörings, der die Niedrigzinspolitik für gefährlich hält. „Für die Altersvorsorge ist die extreme Geldpolitik der EZB sehr schädlich. Insbesondere Menschen mit niedrigem Einkommen fällt es schwer über eine Aufstockung ihrer privaten Vorsorge die drohende Vorsorgelücke zu schließen.“

Stabil entwickelt hat sich die Gesamtertragslage der Volksbank: Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 20,5 Millionen Euro und liegt damit um 8,2 Prozent über dem des Vorjahres. „Die widrigen geldpolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen werden sich im laufenden Jahr und in den Folgejahren auch auf unsere Ertragskraft negativ auswirken“, betonte Vorstandsmitglied Hubert Edelmann. Daher soll das gute Ergebnis in 2015 kaufmännisch vorsichtig und dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgend genutzt werden, um die Rücklagen und damit die Zukunftsfähigkeit der Bank weiter zu stärken. Um 19,8 Millionen Euro oder 13,1 Prozent will die Volksbank das Kernkapital gemäß Basel III-Kriterien erhöhen – auf dann 171 Millionen Euro. „Wir sind für unsere Privat- und Firmenkunden ein verlässlicher Partner und ein leistungsstarker Kreditgeber. Damit das auch in Zukunft so bleibt, stärken wir kompromisslos unser Eigenkapital“, führt Edelmann aus.  Wer auch in Zukunft Wachstumsspielräume im Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden haben möchte, benötige eine gute Eigenkapitalquote. Edelmann: „Wir sind hervorragend aufgestellt und können aus einer Position der Stärke agieren.“

„Unser Geschäftsmodell ist auf langfristigen und nachhaltigen Erfolg ausgerichtet“, ergänzt Pörings. Vor diesem Hintergrund wird der Vertreterversammlung am 9. Juni vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von vier Prozent an die rund 35.000 Mitglieder auszuschütten. „Wir wollen unseren Teilhabern eine attraktive Verzinsung bezahlen und gleichzeitig die Bank unternehmerisch für die Herausforderungen der Zukunft rüsten“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Neben den niedrigen Zinsen und den hohen regulatorischen Belastungen sieht Pörings eine weitere große Aufgabe für die Bank darin, auf die sich verändernden Kundenwünsche einzugehen. „Unser Versprechen, nah bei den Kunden zu sein, muss im digitalen Zeitalter auch für die Nähe auf den digitalen Kanälen gelten“, stellt Pörings heraus. Dreh- und Angelpunkt für die Kunde-Bank-Beziehung bleibe jedoch die Filiale. „Unsere 28 Filialen sind mit ihren fachlich hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unser wichtigster Vertriebsweg“, resümiert der Vorstandsvorsitzende. Dies werde eindrucksvoll durch die hohe Anzahl der Beratungen untermauert: Rund 25.000 persönliche Beratungen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt. Bei der Volksbank arbeiten 437 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die 327 Vollzeitstellen ausfüllen.

Einen wichtigen Stellenwert nimmt bei der Volksbank die Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit in der ganzen Region ein: Mit 350.000 Euro an Spenden und Sponsoringaktivitäten hat die Volksbank Vereine und Institutionen in gleichem Maße finanziell gefördert wie im Jahr 2014. Rund 130.000 Euro flossen in soziale und etwa 100.000 Euro in kulturelle Projekte. Mit knapp 80.000 Euro unterstützte die Volksbank den Sport in der Region und mit 40.000 Euro Bildungsprojekte. Ein wichtiges Instrument im sozialen Engagement der Volksbank ist die eigene Volksbank-Stiftung, über die Projekte mit mehr als 50.000 Euro gefördert wurden.