Europäisches Krisenmanagement der EZB

Anleihekaufprogramm zur Sicherung der Unternehmensfinanzierung verlängert

Die Europäische Zentralbank (EZB) beteiligt sich mit dem temporären Pandemic Emergency Purchase Programme am europäischen Krisenmanagement. Dieses Anleihekaufprogramm hat die EZB nun bis mindestens März 2022 verlängert und das Volumen um 500 Milliarden Euro auf 1,85 Billionen erhöht. Europäische Firmen und Länder sollen liquide bleiben, indem die EZB in großem Stil Unternehmenskredite und Staatsanleihen kauft. In diesem Rahmen akzeptieren die Währungshüter weiterhin auch Anleihen mit einem schlechteren Rating und halten an den lockeren Sicherheitsanforderungen an die Wertpapiere fest.

Milliardenschwere Unterstützung für Betriebe

Mit einem veranschlagten Budget von 1.850 Milliarden Euro kauft die EZB bis mindestens zum übernächsten Frühjahr verstärkt Unternehmenspapiere sowie Staatsanleihen. Damit erhöht sie die Liquidität der Banken, sodass diese ihre Firmenkunden besser mit Krediten versorgen können. Auf diese Weise soll das Programm Liquiditätsengpässe großer Unternehmen abfedern. Mittelständische Betriebe sowie Selbstständige profitieren indirekt über ihre Hausbanken von den Maßnahmen der EZB.

EZB weicht von ihren selbstgesetzten Regeln ab

Die Europäische Zentralbank möchte die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen so ändern, dass große Teile der Wirtschaft die Auswirkungen der Corona-Krise leichter verkraften können. Deswegen lässt die EZB im Rahmen des Anleihekaufprogramms mehr Kaufmöglichkeiten zu und verzichtet dabei auf selbstgesetzte Regeln. So kann sie nun auch Papiere kaufen, die ein schwächeres Rating vorweisen, als bislang gefordert.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die zuständigen Stellen nicht ersetzen.